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Luft ist etwas für das menschliche Auge zwar Spürbares aber nicht Wahrnehmbares. Das Gehör vermag gegebenenfalls die akustischen Wirkungen der Luft zu hören und die haptische Wahrnehmung kann sich ihrer vergewissern; aber wie stellt man Luft in einem Bild, mithin in einem Augenmedium, dar? – Dem Auge bleibt bei der Luft gleichsam die Luft weg.

Für das Auge ist die Luft Luft. – Das Bild Luft von Jörn Budesheim verschafft seinem Betrachter dennoch eine Gegenständlichkeit, gleichwohl diese Gegenständlichkeit kein Gegenstand ist. Der Bezug des Betrachters zur Luft ist ein umwegiger. Die Luft wird nicht abgebildet, sie wird dargestellt. Der Betrachter kann nicht sagen, ob im Dargestellten wirklich Luft vorkommt; er wird aber durch das Dargestellte auf eine Spur gesetzt. Wer einer Spur nachgeht, der bewegt sich im semantischen Feld des Homerischen noos – mit Hinüberblick ins angrenzende Feld des Anaxagoras´schen nous.

Luft (Jörn Budesheim)

Die Luft – das ist Eurydike, die für den Betrachter unsichtbar wird, wenn er versucht, die Luft in diesem Bild zu sehen. Darin liegt das orphische Verhältnis des Betrachters von Luft – er kann sich ihrer nicht durch visuelle Wahrnehmung versichern. Er kann der Luft vorausgehen, aber nicht an ihr vorbeigehen.

Oder anders gesagt: Weil er keine Ahnung hat, bleibt ihm nur die Ahnung. Oder noch anders: Wer sich der Luft zuwendet, für den ist sie Luft. Oder ganz anders: Der Luft zuwenden kann man sich nur, indem man sich der Luft zuwendet. 

(Berthold Rath)

Alun Anderson: "Wir könnten Computer konstruieren, die Sprachen verstehen, aber nichts Sinnvolles sagen können, zumindest so lange nicht, bis es möglich ist, sie »anhaltende taktile Erfahrungen« machen zu lassen. Mit anderen Worten wäre es möglich, dass Computer erst dann etwas Sinnvolles zustande bringen, wenn sie Sex haben können."

sklave

Ich kenne von dem Autor nur den kurzen Text "Ohne Körper wäre das Gehirn geistlos", der mit obigen Zitat endet … aber diese Überschrift ("Ohne Körper …") und die nette KI-Sex-Pointe, die durchaus ernst gemeint ist, verdienen es zitiert zu werden, finde ich :-)

OT_04

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heft

“San Keller bietet den Besuchern beim Verlassen der Kunsthalle Fridericianum einen Verdauungsspaziergang auf dem Friedrichsplatz an, um sich mit ihnen kritisch über die aktuellen Ausstellungen zu unterhalten.”

Zufällig gehörten  Kirsten Uchman und ich zu den Besuchern an diesem Tag und so kamen wir zu einem “Verdauungsspaziergang” mit San Keller von der Kunsthalle bis zur Orangerie und natürlich wieder zurück.

Jetzt entdeckte ich das Heft, indem ein dutzend Gespräche (Verdauungen) abgedruckt sind, ausgelegt im Fridericianum und finde uns wieder als Teil eines Kunstwerkes …

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…. bedeuten eigentlich die indexikalischen Begriffe "ich, hier, jetzt" im "Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit" (noch)?

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affe

 Wie kommt der Affe ins Netz?

173

"Um einzusehen, worauf ich [Richard Rorty] hinaus will, möge man sich fragen, welches das Wesen der Zahl 17 ist: Was ist sie an sich und unabhängig von ihren Beziehungen zu anderen Zahlen?

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  Weltende  
  mann_mit_hut32  
     

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

(Jakob van Hoddis)

Mann mit Nasenlöchern findet ein paar sachliche Worte:  
Mann_mit_Nasenlchern5322

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